Los geht es durch den Garten im Oktober. Hier kommen die Ergänzugen zur großen Liste und Übersicht 8 Garten-To-dos im Oktober

To-Do im Gemüsegarten
Pilze und Chirorée
Der Keller als Anbaufläche rutscht im Winter ins Bewusstsein: Zu den Pilzen, welche dort das ganze Jahr über kultiviert werden können, gesellt sich nun Chicorée. Für Pilze sollte es dämmrig sein, die Pilzmännchen kennen sich da prima aus.
Chicorée braucht es dafür wirklich dunkel, sonst wird er bitter. Eine genaue Anleitung findest Du unter anderem im gartenjournal. Wenn Du einen kühlen Keller hast, also einen Keller, der nicht als Heizkeller genutzt wird, steht der Eigenproduktion nichts im Wege!
Tomaten ernten
Bald kommen die ersten Fröste. In hohen Lagen liegt zum Teil schon Schnee. Klar ist, dass jetzt keine Tomaten mehr weiter wachsen. Also heißt es ernten, ernten, ernten. Grüne Tomaten können an einem dunklen Ort nachreifen. Wirklich aromatisch werden sie dabei nicht – aber sie werden etwas erröten 🥰 oder ergelben, je nachdem.
To-Do im Kräutergarten
letzte Kräuterernte
Die Haupternte bei den Kräutern ist vorbei. Doch das ein oder andere grüne Blatt kann noch für den direkten Verzehr geerntet werden. Die älteren Blätter bitte an den Pflanzen lassen: Die Nährstoffe daraus werden in der nächsten Zeit in die Pflanze transportiert und dienen im nächsten Frühjahr beim Austrieb.
Man sagt, nach Halloween/Allerheiligen sollen die Kräuter in Ruhe gelassen werden. Im Frühling stehen sie dann wieder für uns bereit.
To-Do im Obstgarten
Gartenhygiene
Nach/Während der Ernte ist jetzt die Hauptzeit im Obstgarten. Die Obstblüte konntest Du in Frieden bewundern, jetzt ist es an der Zeit, wieder Hand anzulegen. Ein großes Thema ist die „Garten-Hygiene“. Das bedeutet, dass krankes Material egal ob kranke Äste oder gammeliges Fallobst entfernt werden sollte. Fallobst ohne Schimmelanzeichen kann gerne liegen bleiben oder aufgehängt werden: Es dient den Tieren als Leckerei im Herbst. Der klassische Obstbaumschnitt wartet (bei mir) auf den späten Winter, wenn der Frühling naht.
To-Do im Blumengarten
Blumenzwiebeln
Der Boden wird durch den Herbstregen feucht, noch ist er von der Sonne warm. Das ist der geeignete Zeitpunkt um die Blumenzwiebeln in die Erde zu bringen. Aber kein Stress! Durch die milden Winter haben wir Zeit bis Ende November – wenn das Wetter mitspielt.
Stauden zurück schneiden
Diese Frage kommt in jedem Herbst: „Soll ich? Soll ich nicht? Was? Wie? Warum?“
Ja, Stauden können und sollen zurück geschnitten werden. Und zwar alle Zierstauden, die sich nicht großartig aussäen sollen, weil sie genetisch in die Zucht genommen wurden. Allerdings sieht das bei heimischen Stauden anders aus.
Auf Wiesen und an Wegrändern kommt auch niemand um etwas zurück zu schneiden – und doch blüht es im nächsten Jahr wieder. Ein weiterer Aspekt spricht für das Stehenlassen: In und an den Samenständen überwintern häufig auch Insekten. Lass heimische Stauden stehen!
To-Do im Tiergarten
Rückzugsmöglichkeiten
In der Natur kehrt Ruhe ein. Das gilt nicht nur für die Beete, sondern auch und vor allem für die Tiere. Wenn Du das Glück hast, Igel in Deinem Garten zu beherbergen, dann achte darauf, dass der Rückzugsort nicht spannend für Ratten ist. Diese sind nämlich den gesamten Winter über aktiv, während es der Igel wirklich ruhig braucht. Dennoch kommt es vor, dass Igel auch im Herbst/Winter umherwandern. Fragen rund um Igel werden vom Igelzentrum geklärt.
Tiere im Winter füttern
Alle aktiven Tiere brauchen im Winter Futter und Trinken. Das Füttern von Vögeln macht nicht nur beim Beobachten Freude, es dient auch den Tieren – wenn passendes Futter ausgebracht wird. Es ist wichtig, dass ab jetzt die Futterstellen regelmäßig bestückt werden. Vögel sind Gewohnheitstiere, vor allem, wenn es um die Futteraufnahme geht. Sie müssen ja mit ihren Energiereserven gut haushalten. Damit sie keinen Flug umsonst machen, ist die regelmäßige Bestückung wichtig.
Wir haben hier eine 11köpfige Spatzengang, die jeden Vormittag die Futterstelle stürmt.
Nun gibt es nicht nur Vögel, die hängendes Futter annehmen. Manche Vögel werden lieber auf dem Boden gefüttert. Was es beim Füttern noch alles zu beachten gibt, wurde von birdlife super zusammen gefasst.
Viel Freude bei den Wintervorbereitungen und der Fütterfreude! Hier geht es zu meinem Kurs: Winterfütterung im Garten
Alte Vogelnester
Die alten Nester dürfen gerne geräumt werden. In den Gärten gibt es mittlerweile so wenig Nistmöglichkeiten, dass auch neue Nistkästen aufgehängt werden können. Diese gilt es jetzt zu reinigen. Das sind meine Lieblingsnistkästen. Werbung einfach aus Überzeugung.
Allgemeine Pflegearbeiten im Oktober
Baue einen Schnellkompost!
Das macht so viel Sinn, ihn über den Winter arbeiten zu lassen und dann im Frühling zu ernten. Dein Garten wird es Dir danken. Und nein, dabei geht es nicht um einen Lagerkompost, wo Du einfach alles auf einen Haufen schmeißt und ihn rotten lässt. Der Schnellkompost braucht 4-6 Monate und dann ist die Erde reif. Natürlich muss man das ein bisschen verstehen: Warum, was, wie. Das erfährst Du in meinem Kurs Der Schnellkompost.
forstempfindliche Kräuter ins Haus holen
Ungefähr jedes Gericht schmeckt besser mit frischen Kräutern. Manche Kräuter wie Schnittlauch oder Petersilie kannst Du in einen Topf umziehen und dann in Haus holen. So holt sie nicht der Frost und Du kannst weiter naschen. Das gleiche gilt für Dill und Koriander, nur sind diese beiden einjährig und können im Frühjahr nicht mehr ins Freiland gepflanzt werden.
Gründüngung
Ein Wort zur Gründüngung: Es geht bei Gründünung nicht um schöne Blüten! Es geht bei Gründüngung um Biomasse, die entweder Stickstoff aus der Luft in den Boden bringt oder nach dem Frost den Boden mit organischem Material bedeckt.
Mein Favorit ist da Phacelia, der Bienenfreund: Sie ist mit keinen anderen Pflanzenfamilien verwandt, die wir im Gemüsebau verwenden. So kann sie über den Winter keine Krankheiten übertragen. Womit wir wieder beim Thema Gartenhygiene wären. Auch Kati hat mit ihr wunderbare Erfahrungen gemacht!
Schreibe 53 fun facts über Dich selbst zusammen…das war die neue Challenge in der Blogger-Welt: Das habe ich gemacht und hier sind sie nun – und die fun facts über mich haben fast nichts mit Garten zu tun.
Schließlich habe ich ja auch noch ein Leben neben der Natur und dem Garten.
Bis dahin: Bleibe grün.wild.wunderbar
Deine Gunhild 💃💃💃
