Garten erhalten

Der Juli ist einfach ein Sommermonat: Vieles ist gewachsen, manches ist bereits verblüht, anderes ist leider gestorben. Der Garten zeigt jetzt, wie tragfähig die Entscheidungen der vergangenen Monate waren.

Hitze, Trockenphasen und hohe Verdunstung prägen diesen Monat. Wachstum verlangsamt sich, eeil Pflanzen ihre Energie neu verteilen. Der Juli ist kein Monat für große Veränderungen. Er ist ein Monat für Pflege, Erhalt und Aufmerksamkeit.

Der Juli im phänologischen Kontext

Phänologisch liegt der Juli meist im Vollsommer. Gehölze haben ihr Längenwachstum abgeschlossen oder deutlich reduziert. Der Schwerpunkt liegt auf Versorgung und Fruchtentwicklung. Der Stoffwechsel läuft auf hohem Niveau, ist aber stark von Wasserverfügbarkeit abhängig.

Der Boden steht unter Druck: Hohe Temperaturen, direkte Sonneneinstrahlung und fehlende Niederschläge wirken sich unmittelbar aus. Das Bodenleben bleibt aktiv, reagiert aber empfindlich auf Austrocknung. Damit zeigt sich im Juli sehr deutlich, wie eng Pflanze, Boden und Witterung miteinander verbunden sind.

Der Juli als Erhaltungsmonat

Im Juli geht es weniger darum, etwas neu zu starten. Natürlich können jetzt noch Staffelsaaten ausgebracht werden aber eigentlich befindet sich der Garten gerade mitten in seiner „Leistung“. Natürlich nicht der Garten an sich: Es sind die Pflanzen mit Blüten, Fruchtansatz und Blattmasse, die den Garten ausmachen.

Jetzt geht es darum, die Versorgung stabil zu halten: Das betrifft vor allem Wasser, Bodenschutz und den Umgang mit Belastung durch Hitze. Wer im Juli versucht, Entwicklung zu erzwingen, arbeitet gegen die Phase des Jahres.

Pflege als wichtigste Tätigkeit im Juli

Mit dem Juli entscheidet sich, wie gut der Garten durch den Hochsommer kommt: Pflege ist jetzt keine Korrektur oder ein Liebehabergedöns. Es geht um wirkliche Begleitung, also schauen, erkennen, verstehen, klug entscheiden und dann handeln – oder eben auch nicht.

Dazu gehört:

  • Boden feucht halten, ohne ihn zu überfordern
  • Pflanzen entlasten, weniger antreiben
  • Bestehende Pflanzungen schützen

Wetter, Boden und ihre Wechselwirkungen

Der Juli ist häufig von Hitzeperioden unterbrochen. Starkregen können auftreten, versickert aber oft schlecht in ausgetrockneten Böden. Mulch, Bodenbedeckung und strukturreiche Flächen wirken hier ausgleichend und sind wirklich nötig!

Offene Böden verlieren schnell Feuchtigkeit. Verdichtete Bereiche verschärfen Trockenstress. Der Juli macht sichtbar, welche Flächen langfristig pflegeleicht sind und welche Aufmerksamkeit verlangen und umgebaut werden wollen.

Innere Haltung im Juli-Garten

Meist sind jetzt Ferien, oder Urlaub. Es kann sein, dass der Garten jetzt Dein Mittelpunkt wird oder eine intensive Zeit ohne Dich auskommen muss. Wobei der Garten jetzt Begleitung braucht. Entweder Du hast den Garten gut vorbereitet oder … du ahnst sicher, worauf ich hinaus will… das Staunen im August wird groß sein, wenn man nach dem Urlaub wieder in den Garten kommt…

Einordnung im Jahresverlauf

Der Juli liegt in der vegetativen Hochphase. Der Start ist schon eine Weile vorüber, die Blüte ebenso. Nun werden die Früchte angesetzt und die Energien kippen ein wenig. Noch ist die Sommersonnenwende gerade erst gewesen und die Pflanzen sammeln alles zur Verfügung stehende zusammen um ihre DNA in die nächste Generation zu bringen: in Samen und Früchte.

Was im Juli sinnvoll ist – und was bewusst unterlassen wird – findest Du in den Garten-To-dos im Juli und den Garten-Don’ts im Juli.


Garten-To-dos und Don’ts im Juli

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