Gunhild und der Mond

Wenn nachts der Mond scheint – ein kleiner Bericht vom Balkon über die partielle Mondfinsternis am 28.10.2023.

Bild mit Vollmond und der partiellen Mondfinsternis am 28.10.2023 in Berlin
Mondfinsternis

Ich lebe nicht hinter dem Mond.

Ich lebe nicht mit dem Mond.

Dabei könnte ich das im Garten sehr gut, mit dem Mond leben: Bei jeder Aussaat oder dem Haare schneiden. Doch ich tue es nicht, nicht konsequent. Dafür weiß ich zu wenig. Zu wenig über Sternezeichen. Über Eclipsen. Über Tore.

Ich bin kein Astrologie-Coach. Keine HumanDesign-Beraterin. Ich kann keine Karten legen.

Doch der Mond gestern hat mich berührt. Ich stand auf dem Balkon. Es war sehr kalt an den Füßen und kühlfeucht. (Socken und Hausschuhe sind eine gute Erfindung. 👍)

Der Mond war hinter den Wolken verschleiert. Sie zogen und zogen und zogen. Dahinter der Mond. Immer zart verhüllt. Und ich durfte ihn beobachten.

Danke an meinen Vater für das Fernglas, mit welchen ich mich fast auf den Mond beamen konnte.

Dann waren die Wolken weg. Der Mond stand klar und strahlend über der Stadt Berlin. Einfach so. Sonst noch der tiefblaue Himmel und Jupiter.

Leider kann man durch ein Fernglas und halb gut Fotos oder Videos aufnehmen. Also legte ich das Telefon zur Seite. Ich stand auf meinem Balkon und stand auf dem Mond. Mit kalten Füßen und Wind auf der Haut. Es war als könnte ich den Mond, das Mondlicht trinken.

Ich lud all diese zauberhafte Mondenergie ein. Ich fühlte – auch wenn es abgedroschen klingen mag – ganz viel:

Verbundenheit
Klarheit
Tiefen
Frieden
Demut
ein großes Ganzes
Getrennt sein von vielem
Sehnsucht
Verständnis
Wunder

Das Herbstkind wollte von alledem nichts wissen. Das ist ok. Das ist meine Geschichte.

Danach recherchierte ich in meinem Zimmer noch ein wenig über diesen Mond und hielt Rückschau über die vergangenen 2 Jahre.

November 2021 – November 2022 – März 2023

Ich stellte Fragen. Ich beantwortete sie für mich. Das ist innere Arbeit, die auf keinem Lohnzettel zu finden ist. Das ist Leben.

Die Nacht darauf war traumreich und ein Wort ist hängengeblieben: „Unzulänglichkeit“

Das sind wir. Im Gegensatz zum Mond sind wir alle unzulänglich. Ich war es, bin es und werde es immer sein: Unzulänglich in vielen Bereichen. Auch in den Bereichen, in welchen ich mich sicher fühle. Es gibt immer Menschen, die ähnliches anders oder besser machen als man selbst, sicherer sind, schöner, freundlicher, engagierter, offener, klarer, fokussierter, empathischer, rationaler, …

Unzulänglichkeit auf der einen Seite und Tiefer Frieden auf der anderen Seite. Beides miteinader vereint im Bild vom Mond. Das wünsche ich mir als Anker.

Mit dieser Verbundenheit werde ich meinen Garten-Jahreszeitenwechsel-Kalender weiter wachsen lassen. Ein Kalender vom 1.12.2023 bis zum 6.1.2024. Wer weiß, vielleicht bin ich ja nicht alleine und es wollen mehr Menschen gemeinsam durch die dunkle Jahreszeit gehen. Ganz unzulänglich und pur. Wenn Du dabei sein willst, sorge einfach dafür, dass Du im Newsletter bist. Dann erreicht er Dich!

In diesem Sinne wünsche ich Dir mit der Umstellung der Uhren, einen guten, friedvollen Übergang in das dunkle Halbjahr.

Bleibe grün.wild.wunderbar

Deine Gunhild

Teile den Beitrag:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Aktuelle Beiträge

Trage Dich kostenlos für die Wald- und Wiesenpost ein, und erhalte regelmäßig die neusten Informationen.

Warteliste

Gartentraining

Sicher Dir jetzt Deinen Platz im Club, der deutschlandweit verbindet. In welchem es um Austausch mit anderen Gartennerds geht, um Lernen, Fachsimpeln, Vernetzen.